Ausgangssituation und Zielsetzung

Variantenplanung und -beherrschung:
Was ist möglich und was ist sinnvoll?

 

In den meisten Unternehmen ist der Trend zu einer stetig anwachsenden Variantenvielfalt nach wie vor ungebrochen. Die Dynamik der Märkte sorgt auch weiterhin dafür, dass der Fähigkeit eine existenzielle Bedeutung zukommt, die Produktvarianz und die damit verbundene Komplexität der Abläufe in den Unternehmen zu beherrschen.

Lag in der Vergangenheit mehr die Betonung auf der Analyse der existierenden Variantenvielfalt, die man „aufräumen“ wollte, so hat in den letzten Jahren der Bedarf einer durchgängigen „Voraus-Planung“ der künftig zu erwartenden Variantenvielfalt immer mehr an Bedeutung gewonnen. Die Frage, welche Varianten überhaupt verlangt werden und möglichweise als Markt-Anforderung auf die Unternehmen zukommen, wird direkt ergänzt um die weitere Frage, was denn davon für das Unternehmen überhaupt machbar und schlussendlich wirklich sinnvoll ist!


Die Beantwortung dieser Fragen ist vollumfänglich natürlich nicht „mal eben“ allein mit einer einzigen Software in kürzester Zeit zu beantworten. Auch darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Themen des Varianten- und Komplexitätsmanagements eine permanente Aufgabe sind, wenn man nachhaltige Effekte erzielen will. Zweiflern am Nutzen dieses Aufwands sei gesagt, dass die Variantenprobleme von heute nicht von alleine weichen, aber von alleine wachsen und dass in der Zukunft die damit verbundenen Probleme und Aufwände zur Lösung ebenfalls zunehmen werden.

Die Software Complexity Manager basiert auf dem naheliegenden Grundgedanken, dass sich die zu betrachtenden Produktvarianten im Wesentlichen aufgrund der Marktanforderungen definieren und konkret in Form von Stücklisten umsetzen lassen. Es geht also im Grunde genommen um die Beschreibung des Produktes aus zwei Blickwinkeln: Der Marktsicht (externe Komplexität) und der Entwicklungssicht (interne Komplexität). Anders ausgedrückt: Der Complexity Manager hilft dabei, die in der Sprache der Kunden geforderte Varianz in die Sprache der Entwickler zu übersetzen. „So viele Produktvarianten am Markt wie notwendig, aber so wenig wie möglich“ hängt eng zusammen mit dem Leitsatz der Entwicklung „ So viele Unterschiedsteile wie nötig und so viele Gleichteile wie möglich“!


Marktsicht

Die Beschreibung des Produktes durch die kundenrelevanten Merkmale und Ausprägungen liefert zunächst den Überblick, wie viele Varianten für das Produkt zu berücksichtigen sind. Die Leitfragen hier sind: Was ist am Markt hinsichtlich Produktausstattung notwendig, was wird vom Kunden wirklich gewünscht und was ist überflüssig? Durch diese Sichtweise wird sichergestellt, dass eben das notwendige Angebotsspektrum für die tatsächlichen Marktbedürfnisse betrachtet wird. Es wird lediglich auf unnötigen Ballast hin geprüft und befreit, den ohnehin niemand wollte und der keinen Beitrag zum Betriebsergebnis geleistet hat.

„Kundenrelevante Merkmale“, mit denen das Produktprogramm beschrieben werden soll, sind dabei „lösungsneutral“ formuliert, da die Kunden normalerweise in ihren Wünschen wenig Bezug auf die technische Umsetzung nehmen. Der Wunsch nach einer Sitzheizung beim Kauf eines Autos muss daher nicht zwingend bedeuten, dies elektrisch lösen zu müssen. Das ist dem Hersteller selber überlassen. Solange er die Anforderung des Kunden, im Winter nicht auf kalten Ledersitzen sitzen zu müssen, erfüllt, ist dem die Lösung egal, auf welche technische Weise der Hersteller den Sitz so schön warm bekommen hat.

Ähnliches gilt für Merkmale, die weniger vom Kunden direkt geäußert werden, sondern durch seinen Wohnsitz vorgegeben sind, wie z.B. die Einhaltung einer Abgasnorm. Diese sind in den USA anders als in Europa, Südamerika oder Asien. Auf welche Weise der Hersteller ggf. mit seinen Zulieferern die Einhaltung dieser Normen technisch sicherstellt, spielt für den Kunden sicher keine Rolle, Hauptsache, die Anforderung wird erfüllt.

Die Kunst besteht also darin, die Anforderungen des Marktes an das Produkt mit passenden Merkmalen und Ausprägungen zu definieren OHNE damit den technischen Lösungsraum einzuschränken. Am vereinfachten Beispiel soll einmal skizziert werden, wie solche Merkmale samt Ausprägungen für ein Produktprogramm von Motoren aussehen könnten:


Für das Motorenprogramm gibt es demnach schon mal drei verschiedene Abgasnormen, drei verschiedene Einsatzbereiche des Kunden, gewünschte Leistungen und eine Option in Form eines Lenzpumpenanbaus, falls gewünscht. Da in der Regel nicht jeder Wunsch mit jedem kombinierbar ist, gibt es immer wieder mal Kombinationsverbote, die einmal aus technischen, aber auch aus marktseitigen Gründen abzuleiten sind. Als Ergebnis ergibt sich eine Baumstruktur (Merkmalbaum), in der jeder Ast eine konkrete Variante darstellt.

Durch die Berücksichtigung möglicher Prognosen zu Absatzzahlen und ihrer Anteile für die einzelnen Optionen lässt sich dann für jeden Ast automatisch auch seine zu erwartende Absatzzahl errechnen. Damit ist die Auftrittswahrscheinlichkeit jeder einzelnen Variante aufgrund dieser Prognosezahlen bestimmbar.

 

Insgesamt lassen sich mit dem Merkmalbaum u.a. folgende wesentliche Themen aufbereiten bzw. simulieren:

  • Ähnlichkeiten: Inwieweit gleichen sich die einzelnen Varianten voneinander hinsichtlich ihrer Merkmalsausprägungen
  • Änderung der Variantenvielfalt bei teilweisem Ersetzen, Hinzufügen neuer oder Streichen alter Ausprägungen, Änderungen der Kombinationsregeln
  • Aufbau verschiedener  Szenarien („Was wäre, wenn ….“) und ihre Bewertung
  • Variierung der Auftrittswahrscheinlichkeit einzelner Varianten aufgrund von verschiedenen Absatzprognosen (hilft bei der Früherkennung möglicher Schwach- oder Nullläufer-Varianten)
  • ABC-Analyse aufgrund bereits in der Vergangenheit realisierter Absatzzahlen (weist die „Spreu vom Weizen“ aus)
  • Anleitung zur systematischen Variantenplanung
  • Datenim- und export via Standardschnittstelle (z.B. MS Excel, SAP, …)
  • Kosten- und Preisvergleiche

Unternehmenssicht

Ist die externe Sicht des Marktes auf das Produkt nun hinreichend beleuchtet und jede Variante hinterfragt, gelangt man schließlich zu einem Produktspektrum, das am Markt aktiv angeboten werden soll. Die interne Sicht, die mit dem Variantenbaum des Complexity Managers unterstützt wird, geht nun der Frage nach, wie man jetzt diese geforderte Vielfalt möglichst schlank durch die Fabrik schleusen soll. Hier lautet der Leitsatz „ So viele Unterschiedsteile wie nötig und so viele Gleichteile wie möglich“!

Im Programm können nun die Teilevarianten, die benötigt werden, schrittweise in der Reihenfolge ihres Einbaus entlang der Montagelinie entsprechend ihrer Teileverwendung zugeordnet werden. In der dargestellten Liste wird jede Baugruppe samt Teilenummer den passenden Merkmalsausprägungen zugeordnet. Damit wird also jede Variante einer Baugruppe durch die Wünsche des Marktes begründet.  Da die Produktvarianten (Typen) hinsichtlich ihrer Absatz- oder Prognosezahlen durch die Marktanalyse quantifiziert wurden, kann der Complexity Manager auch berechnen, wie häufig die einzelnen Baugruppenvarianten benötigt werden (Spalte „Stückzahl“).

Auf diese Weise lassen sich bereits im Planungsstadium konkrete Aussagen über die Anzahl der zu erwartenden Baugruppenvarianten sowie deren jeweiliger Stückzahl konkretisieren. Damit lassen sich gerade im Falle der Planung von Neuprodukten frühzeitig Aussagen über die „drohende“ Baugruppenvielfalt und -menge treffen, was die Materialbedarfsermittlung unterstützt. Ebenso läßt sich abschätzen, für wie viele Teile- oder Baugruppenvarianten auch Investitionen an Werkzeugen benötigt werden.


Als Simulationsbeispiele sind demnach folgende Punkte zu nennen:

  • Ähnlichkeiten: Inwieweit gleichen sich die einzelnen Varianten voneinander hinsichtlich ihrer Stücklisten
  • Auswirkungen einer Vereinheitlichung von Bauteilen (Integralteil) auf die Vielfalt unterschiedlicher Halberzeugnisse entlang der Montagelinie
  • Mögliche Umstellungen der Montagereihenfolge zur optimalen Verschiebung des Variantenentstehungspunktes
  • Entscheidungshilfe, welche Umfänge eines Produktes an welchem Standort verbaut werden sollten, falls man mehrere Produktionsstandorte betrachten möchte.
  • Auswirkungen durch den Wegfall einzelner Varianten oder Ausprägungen aus dem Merkmalbaum auf die Teile- und Erzeugnisvielfalt im Variantenbaum.
  • Aussagen dazu, welche Teilevariante auch zu einer Werkzeugvariante führt und welche Teilvarianten mit ein und demselben Werkzeug hergestellt werden können

Auswertung

Ändern sich die Marktanforderungen, wirkt sich das mit einiger Sicherheit auch auf das Produktprogramm aus. Was passiert, wenn eine weitere Leistungsstufe des Motors in Europa gefordert ist? Welche Konsequenzen hat das auf die Vielfalt an Baugruppen und Bauteilen? Was folgt aus dem Streichen einer Option? Folgende vereinfachte Beispiele mögen verdeutlichen, wie der Complexity Manager hier hilfreich eingesetzt werden kann.

Ihr Ansprechpartner

Michael Friedrich
Manager
Schuh & Co. GmbH
Campus Boulevard 57
D-52074 Aachen
Tel: +49 241 51031-0
Fax+49 241 51031-9505

E-Mail: michael.friedrich@schuh-group.com

 

Michael Friedrich

Informationen

Systemvoraussetzungen:

Betriebssystem: ab Win 7, 8, 8.1 und 10 (32 oder 64 bit)

CPU: Mehrkern CPU

RAM: ab 4GB

HDD: 1 GB

 

Wir empfehlen:

CPU: ab Core i5

RAM: ab 8GB

Betriebssystem: 64 Bit Version

 

Sprachen:

Deutsch, Englisch

Lizenzarten:

  • Zeitlizenz zum Testen (nur über unseren Terminalserver)
  • Volllizenz
    • Dongel (Programm ist direkt von einem USB Dongel startbar, keine Installation notwendig)
    • Aktivierung (Programm muss installiert und per Internet aktiviert werden)
  • Netzwerklizenz
    • Netzwerkdongel (Programm und Lizenzmanager müssen installiert werden)

 

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Broschüre:


  Broschüre Complexity Manager

Impressum

Schuh & Co. GmbH
Campus-Boulevard 57
D-52074 Aachen
Telefon: +49 241 51031 0
Telefax: +49 241 51031 100
Internet: www.schuh-group.com
Email: info@schuh-group.com


Gesellschafter:
Schuh GmbH
Dr. Stephan Krumm
Norbert Große Entrup
Anno Kremer
Klaus-Dieter Schopf

 

Geschäftsführer:
Dr. Stephan Krumm

 

Eingetragen beim Amtsgericht Aachen
in das Handelsregister HRB 8493
USt.-IdNr. DE 215651063
Eingetragen bei der Industrie- und Handelskammer
(IHK) Aachen

 

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